Fotografiert und erzählt!
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Vielleicht!

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vielleicht
geht es
irgendwann
weiter
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20.7.20 08:11


Und ewig gähnt die Provinz!

Schon seit Tagen denke ich an einen "Frisör-Besuch", mußte dazu jedoch erst einmal den Aushang lesen, welchen mein "Haarkünstler" - per Handschrift in freier Formulierung - an die Eingangstür seines "Salons" klebte. Es ist das älteste Haus am Platz, soll heißen, schon als Kind "besuchte" ich den Vater meines Frisörs im Jahre 1964, als "Muhammad Ali", damals noch "Cassius Clay", gegen "Sonny Liston" seine einmalige Weltkarriere als Profiboxer startete. Noch heute sehe ich die Zeitung vor mir, mit den großen Bildern und detailreichen Angaben zu den körperlichen Voraussetzungen - wie z.B. "Oberarm-Umfang" - der beiden Kontrahenten.

Jahrzehnte später betrat ich den nahezu unveränderten Salon wieder und erzählte die Geschichte, wie ich sie euch eben schilderte. Da holte die Ehefrau des Frisörs ein altes Fotoalbum hervor und zeigte mir Bilder von "damals". Am Ende vergaß sie nicht zu erwähnen, ihr Gatte sei ein schöner Mann "gewesen".

So gehe ich also seit Jahren in den alten "Frisör-Salon". An meinem ehemaligen Arbeitsplatz lernte ich auch den Sohn meines Frisörs kennen. Dieser freut sich immer, wenn er mich im Stuhl seines Vaters sitzen sieht. Bei meinem letzten Besuch schien er sehr besorgt zu sein und wollte sich meinen Rat einholen. Er sei, so sagte er, von einem Arbeitskollegen tätlich angegriffen worden.

Dies geschah, während der Vater gewissenhaft meine Haare schnitt und mir war natürlich klar, er würde genau mithören, was ich seinem Sohn empfahl. Nun war es so, daß ich den "angreifenden" Kollegen sehr gut kannte. Dieser hatte sich bei mir wiederholt über die "Begriffstutzigkeit" des Frisör-Sohns beschwert. Außer Frage stand natürlich, daß ein körperlicher Angriff während der Arbeitszeit - in der Regel - die "fristlose Kündigung" zur Folge hat.

Es ist eine "ausgemachte Dummheit", am Arbeitsplatz die Beherrschung zu verlieren, zumal nach langjähriger Betriebszugehörigkeit. Andererseits, warum erzählte der Frisör-Sohn ausgerechnet mir diese "Geschichte"? Ich vermutete, er wolle sich wichtig machen und hätte die ganze Angelegenheit ein wenig "aufgepauscht". So empfahl ich ihm, die Sache auf sich beruhen zu lassen, jedoch eine Versetzung innerhalb des Betriebs anzustreben.

Ehrlich gesagt, es war mir nicht wichtig, welche Folgen das Ganze haben würde. Ich hoffe, nie wieder etwas davon zu hören, lasse mich weiterhin beim Haareschneiden in der "dritten Person" anreden und verleite hoffentlich niemanden mehr, mir alte Fotoalben vorzulegen. Und ob mein Frisör einmal ein "schöner Mann" war, das interessiert mich nun schon überhaupt nicht. ;-)

Das Ganze ist ein Beispiel für das Leben in der "fränkischen Provinz", die ich nur sieben Jahre verließ, als mir alles zu eng wurde und ich mit meiner Freundin und späteren Ehefrau das Weite suchte. Heute bin ich froh, daß ich die Gegend gut kenne und meist nur kurze Wege habe, um die Orte zu erreichen, an denen ich mich wohlfühle. Auf dem Zettel an der Tür des "Frisör-Salons" stand im Übrigen, es sei eine Terminabsprache nötig und darauf zu achten, daß höchstens zwei Personen anwesend sind. Ich werde gleich mal anrufen, wie es denn aussieht... ;-)

18.7.20 08:40


Meine Welt - Deine Welt!

Manchmal denke ich, wie kürzlich beschrieben, daß es niemanden interessiert, ob und wie ich das Treiben der Insekten auf einer bunten Sommerwiese "festhalte". Doch ohne jede Mühe könnte ich völlig anders argumentieren...

Als Kind sah ich mir gerne "Schweinchen Dick" an. Es gab keine Sendung im Fernsehen, bei der ich so ausgelassen lachen konnte. Besorgte Erwachsene beschlossen eines Tages, die "Gewalt", die in diesen Zeichentrick-Filmen zu sehen ist, sei für Kinder nicht geeignet.

Ich war traurig und verstand die Welt nicht mehr. Wenn der "Sohn Bär" dem "Vater Bär" die Schaufel mit aller Kraft ins Gesicht schlug, weil "Vater Bär" seinen überaus großen und kräftigen Sohn aufforderte, die Biene von seiner Nasenspitze zu entfernen, dann war das einfach super gezeichnet, wie sich das Gesicht des Vaters durch die Schaufel abzeichnete, und als Gag war auch die Biene auf der Nasenspitze noch zu sehen. Das war köstlich und ich lachte begeistert, ohne je an "Gewalt" zu denken, oder gar erschrocken darüber zu sein, was der "Sohn Bär" mit seinem Vater treibt.

Vielleicht könnt ihr euch auch erinnern. Der "Road-Runner" schoß regelmäßig über den Abgrund hinaus, um dann erstaunt festzustellen, daß er keinen Grund mehr unter den Füßen hatte. Wir lachten natürlich auch aus Schadenfreude, aber vor allem doch deshalb, weil diese Filme so gut "gezeichnet" waren.

Kürzlich sah ich eine Dokumentation über "Walt Disney". Es ging auch um den fraglichen Erfolg des Zeichentrickfilms "Snow white" ("Schneewittchen") im Kino. Würden ihn die Massen annehmen? Einen solchen Film gab es noch nie und man wußte nicht, ob und wie die neuartigen "Zeichentrick-Figuren" als Kinofilm auf die Menschen wirken.

Als "entscheidende Stelle" bezüglich der Akzeptanz dieses Films wurde die Szene angesehen, bei der die Zwerge den Tod "Schneewittchens" feststellen. Wie reagiert das Publikum? In den Kinos war es mucksmäuschen still und die Menschen waren derart beeindruckt, daß sie anfingen zu weinen. Hätten sie gelacht, wäre "Snow white" nicht der erste große Erfolg Walt Disneys geworden.

Und so ging es mir mit "Schweinchen Dick". Ich fand diese Filmchen großartig gezeichnet und sie waren spannend, weil ein böser Wolf die Schweinchen verfolgte. Aber die Schweinchen waren immer schlauer als der Wolf und es gab viel zu lachen dabei. Die "Botschaft" war eine andere. Es gab keinen Grund zur Trauer.

Ebenfalls keinen Grund zur Trauer gab es bei der "Loveparade". Außerhalb jeder Vernunft feierten die Menschen sich selbst. Ein schreckliches Unglück beendete diesen Ausbruch und Ausdruck eines freien, zügellosen Lebensgefühls. Es war wie ein "Zeichentrick-Film", nicht in der Realität verankert, aber doch so kräftig und lebendig, wie ein alles hinwegfegender Orkan. Wir hätten uns die "Loveparade" nicht nehmen lassen dürfen, von diesen besorgten, vorsichtigen Entscheidungsträgern.

Und jetzt, zu Corona-Zeiten, ist da auch "Slap-Stick" angesagt? Ein paar Leute haben es versucht, auf "Mallorca". Sie wurden zurückgepfiffen. Ich hörte von "bösen" Touristen, die sich nicht benehmen können. Doch ist das nicht Heuchelei? Sind es die Touristen, welche die Kneipen öffnen und Alkohol in Mengen anbieten? Das klingt etwa so, als sei ich schuld, daß ich als Kind über "Schweinchen Dick" lachte.

So ist das eben. Wir können nicht mehr exakt unterscheiden zwischen "Komik", "Gewalt", "Trauer", "Spaß", "Realität", "Film" und "Phantasie". Es geht alles zu schnell und wild durcheinander. Vielleicht sollten wir alle eine dieser Brillen mit dem Zugang zu einer "virtuellen Realität" aufsetzen, dann...

17.7.20 08:32


Die Moritat vom schwimmenden Pferd!

Ein Pferd schwamm im Wasser,
wurde dabei nasser und nasser,
da sprach der Sattel: "Herr Ritter,
für unser Pferd wird es langsam bitter,
das Eisen nicht länger an lass er!"

Vom Kopf seinen Helm der Herr Ritter zog,
welcher - samt Federbusch - in die Fluten flog.
Dem Sattel zunächst reichte dies,
das Pferd aber durch die Nüstern blies,
Herr Ritter begriff, zu viel er noch wog.

Noch immer schwamm das nasse Pferd,
als sich der Sattel beim Ritter beschwert:
"Steig aus den Bügeln und laß Dich hinab,
in Dein gottbestimmtes, feuchtes Grab!"
Da stutzte der Ritter: "Hier läuft was verkehrt!"

Der treue Knappe war schon lange ertrunken,
jämmerlich strampelnd in den Strudeln versunken,
sollte nun auch er, der stolze Rittersmann,
für Pferd und Sattel sterben, solches kann,
als Idee, nur im bösen Kopfe des Sattels funkeln.

So reißt mit wütender Kraft und ebensolcher Eile,
Herr Ritter vom Körper - die störenden Eisenteile.
Der listige Sattel aber - zunächst erstaunt,
treibt flußabwärts - übel gelaunt,
sein Gurt ist durchschnitten - mit dieser letzten Zeile.

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Und die Moral von der Geschicht:
Pferde schwimmen - doch Eisen nicht! ;-)

16.7.20 13:40


Dumme Sprüche!

Es gibt wirklich dumme Sprüche, wie: "Man gönnt sich ja sonst nichts!" Schnell und leicht dahingesagt, dabei blöd gelacht - und schon ist eine kleine oder größere Sünde entschuldigt. Sorry, ich weiß, nun habe ich wohl uns alle angesprochen, die wir in einer "schnelllebigen" Zeit zurecht kommen müssen, einer Zeit, in die ein "Coffee to go" paßt wie die Faust aufs Auge.

Einen Kaffee, ein Bier, oder ein Eis in aller Ruhe genießen? Sicher, auch das macht uns Spaß - wir tun eben Beides, da ja die Umstände oft unterschiedliche sind. Aber es bleibt die Frage: "Wenn ich keine Zeit zum Hinsetzen habe und immer die Hände für mein 'Smartphone' freihaben will, warum schleppe ich dann unnötige Dinge mit mir herum?

Jetzt kommt das Argument, man sei "multi-tasking-fähig" und wolle an der Vielfalt des Lebens teilhaben. - Nun, ich will ja gar nicht nörgeln und kritisieren. Es wäre auch töricht, gegen Gängiges, gegen Bestehendes anzuschreiben. Nur das mit dem "Sonst-Nichts-Gönnen", das legen wir schnell beiseite und lesen hier einfach weiter...

...ich bin überzeugt, "Asketen" gibt es sehr wenige unter uns. Sich selbst beizubringen, wie man enthaltsam leben kann, das wäre zwar eine Möglichkeit, manche Probleme zu lösen, tatsächlich aber geht es in die "andere Richtung". Trotz "Corona" in den Urlaub fliegen, trotz Umweltzerstörung nicht bereit sein, die Windenergie voran zu bringen, so sieht unser reales Verhalten aus.

Aus persönlichen Gründen "dagegen" zu sein, wogegen auch immer, das ist für uns vollkommen "korrekt". Man wäre doch blöd, sich freiwillig ein lärmendes Windrad vor die Tür stellen zu lassen. Ich hingegen bin lieber "blöd" und lasse alles geschehen. Oder anders gesagt: "Ich bin nicht blöd genug, um gegen Dinge anzukämpfen, die ich nicht ändern kann." Sei es nun der "Coffee to go", die "Urlaubsfliegerei", oder der Widerstand gegen eine "Nord-Süd-Stromtrasse".

Es muß sich auch keiner über mich wundern, da ich die Welt häufig nur durch den kleinen "Sucher" meiner Kamera sehe. Da schaut mich das große Auge eines Schmetterlings an und dieser denkt, warum hat es der Idiot ausgerechnet auf mich abgesehen. Niemanden, wirklich niemanden interessiert es, was der Schmetterling und ich gerade treiben.



Ich kann nun wirklich nicht behaupten, mir würde sich eine Welt "auftun", wenn ich das Alltägliche unter die Lupe nehme.



Das sind doch alles "Angeber", die von "Welten" sprechen, wenn sie auf ihr eigenes, kleines Dasein blicken.



Der "Kaisermantel"! Welch eine Arroganz schon in der Namensgebung.



Hier sieht man, warum er auch weniger hochtrabend "Silberstrich" genannt wird (silber-bläuliche Einfärbung im unteren Bereich des Flügels). Es handelt sich übrigens um ein Weibchen des Perlmutt-Falters. Ein kleiner "Dickkopf" ist ebenfalls anwesend. ;-)



Völlig bedeutungslos für den Weltenlauf ist auch die Spitze des "Borretsch"...



...und die tropfenreiche Blüte der "Wilden Malve".



15.7.20 15:24


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