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Ein vielversprechender Anfang!

Ist das nicht ein Durcheinander, Mitte Oktober? ;-) Jetzt kommt der Sommer zurück und ich habe für euch einen kleinen "Vorgeschmack" an bunter Vielfalt, aufgenommen gestern, am Freitag Nachmittag, als die Sonne über den Hügeln stand und sich wärmend auf die Flur legte.



Die lichtdurchflutete, gerade im Gegenlicht immer wieder attraktive "Mohnblume" und die "Schneebeere", die den Schatten ihres Strauches selten verläßt - gehören sie zusammen?



Die pollenbehaftete "Herbstaster" gibt keine Fragen auf. Es wird nicht lange dauern, bis sich eine Biene auf ihr niederläßt und die späte "Götterspeise" genießen wird. ;-)



Nun kehre ich zum "Rot-Weiß" zurück. Die hier vereinzelt stehende "Hagebutte" erinnert mich an das Kinderlied vom "Männlein auf einem Bein". ;-)



Hier sehen wir die große, schwere Blüte der in der Sonne hell leuchtenden "Dahlie".



Wiegesagt, es soll nur ein Appetit-Anreger sein. Sicher kommt übers Wochenende noch mehr davon. ;-)

12.10.19 10:35


Alles klar, auf der Andrea Doria!

Viele Menschen sind schockiert und sprachlos, angesichts des Zeitgeschehens. So will zumindest "ich" den Mund aufmachen und ein paar Dinge klipp und klar ansprechen.

Die Geschehnisse innerhalb unserer Landesgrenzen interessieren uns grundsätzlich stärker als das, was im "Ausland" passiert. Deshalb sind sie aber nicht "wichtiger". Ich muß hier nicht aufzählen, welche "Bluttaten" in den letzten Tagen in Deutschland ausgeführt wurden. Dabei können wir uns freuen, wenn nur ein paar einzelne Verbrecher diese Taten planten und ausführten. Ja, das klingt hart, aber es ist so. Wir hatten über Jahre Neo-Nazis bei uns, die mordend durchs Land zogen und keine offizielle Stelle hat sich Mühe gegeben, dieser Bande das Handwerk zu legen. Es wurde schlecht oder gar nicht ermittelt, es wurde vertuscht und ignoriert.

Daß sich aus dem "braunen Sumpf" ein "Untier" erheben wird, um am jüdischen Feiertag "Jom Kippur" ein Attentat auszuüben, damit konnte man rechnen. Zum Glück hat der Mörder eine verschlossene Synagoge vorgefunden. Wir alle würden heute noch viel deprimierter aus der Wäsche gucken, wenn die schwerbewaffnete "Bestie" Zugang zur Synagoge gefunden und im gutbesuchten Gotteshaus ein Blutbad angerichtet hätte.

Aber, und das ist kaum zu glauben, es geht noch eine Nummer brutaler. Ich will das kurz erklären. Jedes zivilisierte, demokratisch regierte Land, wird nur dann "Krieg führen", wenn es derart bedroht wird, daß es zum letzten Mittel greifen muß. Die Türkei wird von niemanden ernsthaft bedroht. Präsident Erdogan nutzt nassforsch die "Gunst der Stunde", um seine Ziele voranzutreiben. Er lässt Soldaten ins Nachbarland Syrien einmarschieren, mit dem Ziel, den dort stationierten "Feind" anzugreifen.

Die Lage ist nicht so einfach zu beschreiben. Kurz gesagt, "die Amerikaner" räumen das Feld und Erdogan sieht seine Chance gekommen, gegen die Leute vorzugehen, die zusammen mit den Amerikanern gegen die Terror-Organisation "IS" kämpften. Denn was für die USA ein Freund ist, kann für Herrn Erdogan durchaus ein Todfeind, ein Terrorist sein.

Meine Meinung: Wer glaubt, einen Krieg anzetteln zu dürfen, ohne selbst weitreichende Konsequenzen fürchten zu müssen, dem muß das Gegenteil bewiesen werden. Falsche Rücksichtnahme, z.B. von Seiten der deutschen Regierung, muß beendet werden. Aber was ist dann mit den Flüchtlingen? Ja, das ist ein Problem. Da muß Frau Merkel nun doch noch in die Gänge kommen, auf ihre alten Tage.

Wenn unsere Regierung angesichts des "Flüchtling-Begrenzungs-Vertrags" mit der Türkei nicht in der Lage ist, dem Erdogan klipp und klar zu sagen, daß er kein Partner Deutschlands mehr ist, wenn er diesen Krieg nicht sofort beendet, dann ist diese deutsche Regierung schnellstens vom Hof zu jagen. Soviel Peinlichkeit wäre dem Bürger und der Bürgerin nicht zuzumuten.

Aber wir wissen alle, was geschehen wird! Auch Russland darf in Syrien und in der Ukraine Krieg führen, und dennoch bedauern manche deutsche Ministerpräsidenten, daß ihr Bundesland mit der ehemaligen Besatzungsmacht nicht nach Herzenslust Geschäfte machen kann. Eine verlogene Welt und - wie sollte es anders sein - so manches "Dreckschwein" steht als strahlender Held da.

Was würden wir BürgerInnen eigentlich sagen, wenn wir den "alten Feind" Frankreich kurzerhand überfallen würden und uns das "Elsaß" nebst "Lothringen" zurückholen würden. Dann hätten wir den "deutschen Rhein" - zumindest ein gutes Stück weit - wieder ganz für uns. Mir würde wehmütig ums Herz werden und ich sähe den guten alten Willy Schneider vor mir, wie er sein Glas erhebt und singt: "Wenn das Wasser im Rhein gold´ner Wein wär..."

Ach ja, damals schien die Welt noch in Ordnung zu sein und wir konnten von einer Zukunft träumen, in der alle Feinde Freunde würden, in der es nie wieder Krieg gäbe. Nun kommen - nach über 70 Jahren Frieden im Land - "Herbstürme" auf. Die Wirtschaft läuft nicht mehr rund, die Kinder begehren auf, die Mörder treiben sich in den Straßen herum und diejenigen, die mit uns in einem friedenserhaltenden "Nordatlantikpakt" verbunden sind, führen Krieg, wobei wir die Letzten sind, die um ihre Meinung gefragt werden.

Doch im Grunde, liebe Leserinnen und Leser, ist alles in bester Ordnung und wir müssen uns "hier" keine Gedanken machen... ;-)

10.10.19 10:57


Grün, grün, grün - sind alle meine Kleider!

Gestern bin ich selbst über meine Prognose hinsichtlich einer baldigen Bundestagswahl erschrocken, deshalb muß ich heute noch einmal "nachhaken"...

Im ZDF-Polit-Barometer gibt es zwar eindeutige Zahlen zu sehen, aber diese Zahlen ergeben in ihrer Gesamtheit ein glattes "Unentschieden", wenn man sich vorstellen möchte, die entscheidungsschwache Bundesregierung durch eine neue zu ersetzen.

Ganz bequem, also mit großer Mehrheit an Bundestags-Mandaten, könnte eine Koalition aus "Schwarz" und "Grün" regieren. Sofern das gewollt wird. Wirklich "verstehen" tun sich beide Parteien nicht und die Suche nach dem "kleinsten gemeinsamen Nenner" wäre das aufreibende Tagesgeschäft, bei dem viel Energie verloren geht.

Vielleicht würde den Grünen auch der "Spruch" des Herrn Lindner von der FDP einfallen: "Lieber nicht regieren als falsch regieren!" Dieser Satz klingt zwar irgendwie bescheuert, aber er steht nun mal so in den Geschichtsbüchern. ;-) Interessant ist jedenfalls, daß die "Union" vor zwei Jahren eine "Jamaika"-Regierung hätte haben können, innerhalb der sie noch mit Abstand die stärkste Kraft gewesen wäre.

Mag ja sein, daß es nicht wahr ist, was der FDP-Kubicki in seinem Buch schreibt, doch er meint klar und deutlich, die Bundeskanzlerin hätte gemachte Zusagen an die FDP kurzer Hand zurückgezogen und dadurch sei die "Jamaika-Koalition" nicht zustande gekommen. Um es aber deutlikch zu sagen: Eine Koalition mit den Grünen wäre für die CDU/CSU heutzutage ein Glücksfall, andere denkbare "Modelle" hingegen der blanke Horror.

Man könnte in der Not noch einmal das versuchen, was vor zwei Jahren nicht gelang: Schwarz-Grün-Gelb. Wichtig dabei wäre, ob Schwarz oder Grün den Bundeskanzler stellt. Sollte es "Grün-Schwarz-Gelb" heißen und die CDU/CSU-Abgeordneten müßten einen grünen Bundeskanzler ins Amt wählen, das wäre schon sehr hart für die "Union".

Ehrlich gesagt, mich wundert inzwischen sehr, daß ein bald möglicher Regierungswechsel in der Öffentlichkeit unseres Landes nicht diskutiert wird. Der Gesundheits-Experte Karl Lauterbach will mit seiner Genossin Nina Scheer den Parteivorsitz bei der SPD übernehmen und der sagt klipp und klar, "wir", die SPD, sollten die Regierungskoalition beenden, und zwar lieber heute als morgen.

Nun ist es - laut Politbarometer - so: Eine "Grün-Rot-Rote" Regierungskoalition käme derzeit bei einer Bundestagswahl auf 47 % der Stimmen, ebenso die anderen drei im Bundestag vertretenen Parteien. Bei einer "Neuwahl", welche beim Koalitionsbruch der SPD zustande käme, wäre es also äußerst spannend zu beobachten, ob sich eine "Wahlstimmen-Mehrheit" links von CDU, CSU, FDP und AfD ergibt.

Doch die SPD weiß wieder einmal nicht, was sie machen soll. Läßt sie die derzeitige "GroKo" platzen, ohne die "Grundrente" in trockenen Tüchern zu haben, dann laufen ihr womöglich die letzten treuen Wähler weg. Das kommende Vorsitzenden-Duo muß den Weg in die Zukunft aufzeigen und die Partei hinter sich versammeln. Sollte die SPD nocheinmal mit 100%iger Zustimmung einen widersprüchlichen Martin Schulz "gebären", dann wäre sie wohl endgültig "erledigt".

Sicher werden bei allen Parteien "hinter den Kulissen" eine Menge Gedankenspiele durchgeführt. Heute kann sich die CDU/CSU nicht mehr damit trösten, daß ohne sie keine Regierung möglich ist. Es würde mich schon sehr wundern, wenn in der "Union" die Alarmglocken nicht laut schrillen würden. Deutschland startet in die wilden zwanziger Jahre des Einundzwanzigsten Jahrhunderts mit einem grünen Bundeskanzler - wer hätte bei der Wahl vor zwei Jahren eine solche "Utopie" für möglich gehalten?

Was im "ZDF-Politbarometer" ebenfalls deutlich zum Ausdruck kommt... Den "Grünen" wird mit Abstand die größte Kompetenz in der "Klima-Politik" zugesprochen. Wenn "Fridays-for-future" und "Extinction Rebellion" weiterhin soviel Zuspruch erfahren, dann ist "heute" schon klar, daß wir "morgen" den politischen Führungsanspruch der "Grünen" und einen entsprechenden Bundeskanzler für "selbstverständlich" halten werden.

7.10.19 10:03


Mit dem Tretboot in Seenot!

Es wird wieder einmal Zeit, daß ich über meinen Lieblings-Politiker schreibe - "Grazy-Horst" Seehofer.

Er kann ja, bleiben wir ehrlich, kein gutes Deutsch. Langsam und bedächtig redend gelingt es ihm am Ende doch nicht, mit der "Grammatik" im Reinen zu bleiben. Aber immerhin, der Zuhörer glaubt ihn verstanden zu haben, auch wenn er sagt, er würde den Türken und den Griechen helfen wollen, ohne zu wissen, was sich diese von ihm erhoffen. Aber deren Wünsche würde er sich jetzt anhören, deshalb sei er schließlich in die Türkei gekommen.

Kurz darauf erfährt auch die deutsche Öffentlichkeit, was der Innenminister versprach. Er wolle dafür sorgen, daß in Deutschland ein Viertel der aus Seenot geretteten Menschen "aufgenommen" werden. Kann das sein? Macht dieser Mann seinem Namen, "Grazy-Horst", schon wieder alle Ehre? Gerade in den eigenen Reihen ist man sprachlos bis schockiert.

So gibt der Fraktionsvorsitzende der "Union", ein Herr Brinkhaus von der CDU, seinem Parteifreund aus der Schwester-Partei CSU zu bedenken, daß dieser nur seine eigene Meinung äußerte, die wiederum nicht die Überzeugung der CDU/CSU-Fraktion sei. Innenminister Seehofer hört das und ist sowohl erbost als auch erregt, sodaß er lospoltert, es sei "unglaublich", dass man sich als Innenminister für die Rettung von Menschen rechtfertigen muss. Dann wirft er seinen Kritikern noch "Ahnungslosigkeit" hinsichtlich der Seenotrettung vor und rechnet aus, daß er nur von sehr wenigen Menschen spricht, etwa 250 in 15 Monaten.

Es ist naheliegend, daß bei dieser undurchsichtigen Sachlage der Durchschnitts-Populist von der CSU schnell mal auf gedankliche Abwege gerät, indem ihm sowohl das Wort "Obergrenze" wieder einfällt, als auch dieser unsägliche Streit zwischen Kanzlerin und Innenminister. Wir brauchen eine "europäische Lösung" meint der Herr Fraktions-Vorsitzende Brinkhaus und keinesfalls dürfe man gesetzliche Regelungen treffen, die das "Schleuserbandentum" verstärken könnte.

Vieles von dem hat man schon gehört, nur - wie immer - die Stimme der Kanzlerin nicht. Ein "Söder" und ein "Dobrinth" halten sich mit einer Meinungsäußerung ebenfalls zurück. Ich gehe jedoch davon aus, der "Grazy-Horst" hat in der Türkei nur das versprochen, was er im Sinne der Kanzlerin sagen sollte. Die Angst ist derzeit riesengroß, daß der unberechenbare Erdogan die Schleusen öffnet und dann geht es so richtig rund an unseren innereuropäischen Grenzen. Aber, bleiben wir ruhig, denn wir wissen ja inzwischen, der Erdogan ist ein wenig "geldgeil" und letzten Endes ist er mit einem schönen Scheck zufrieden zu stellen.

Es ist überhaupt merkwürdig, wie wenig Zeit der Erdogan zum Streiten hat. Er hat "Istanbul" verloren und die Innenpolitik verlangt seine volle Aufmerksamkeit. Auch der "Grazy-Horst" hat derzeit an seiner Freundin "Angela" nichts auszusetzen. Wenn ich beim Schreiben jetzt mal eine Minute nachdenke, dann fällt mir ein, daß die SPD vielleicht schon bald aus ihrer Regierungsverantwortung "aussteigt" und dann könnte, bei einer Neuwahl, das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen "Grünen" und der "CDU/CSU" zum Nachteil der "Union" ausgehen.

Wer solche Gedanken im Hinterkopf hin und her wälzt, der kann es schon mit der Angst zu tun bekommen. Auch der Ministerpräsident von Bayern, Herr Söder, hat sich ja geläutert und ist jetzt im Herzen ein "Grüner". "Nachtigall, ick hör Dir trappsen!" Es geht der CDU/CSU um den Machterhalt in der Bundesrepublik Deutschland und das gelingt nur, wenn sie bei einer Bundestagswahl ein paar Stimmen mehr bekommt als die "Grünen".

Zumindest müssen die "Konservativen" nicht damit rechnen, daß die "Grünen" zusammen mit der "SPD" und den "Linken" regieren könnten. Oder doch? Das wäre der "Super-Gau"! Jedenfalls gilt es aufzupassen und jetzt potentielle Wähler aus allen möglichen Ecken "anzusprechen", ihnen vorzugaukeln, die "Union" hätte für alles Verständnis und auf alles eine Antwort.

Nach letzter Umfrage kann die "CDU/CSU" bei einer Bundestagswahl noch 27 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Als die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen den gleichen Stimmenanteil erzielte, wurde ihr gesagt, sie sei für eine Regierungsbeteiligung unbrauchbar. Es ist also schon möglich, daß eine Partei in dieser Größenordnung auf den Oppositionsbänken platznehmen muß! ;-)

6.10.19 14:24


Kamel-Rennen in Grönland!

Es ist die "Königs-Disziplin" bei internationalen Leichtathletik-Wettbewerben - der "Zehnkampf". Hierbei gewinnt nur ein umfassend ausgebildeter, trainierter und talentierter Sportler. Wie der Name schon sagt, müssen die Athleten in zehn verschiedenen Disziplinen versuchen, ihre maximale Leistung "abzurufen", denn nur dann kann der Gesamt-Sieg gelingen.

Der junge deutsche Zehnkämpfer Niklas Kaul fährt mit zwei Landsleuten zur Leichtathletik-Weltmeisterschaft nach Katar. Für den Sieg kommt er - gemessen an den "Vorleistungen" - nicht in Frage. Nach fünf Disziplinen und dem ersten Wettkampftag belegt er Rang 11. Sein deutscher Mitbewerber, Kai Kazmirek, steht besser da. Er hat gute Chancen auf die Bronzemedaille, doch zu Beginn des zweiten Tages, beim 110-Meter-Hürdenlauf, verläßt er die Bahn, erhält in dieser Disziplin keine Punkte und verliert alle Chancen auf eine mögliche Medaille.

Niklas Kaul freut sich auf den zweiten Wettkampftag. Sicher kann er sich vom 11. Rang noch ein Stück nach vorne kämpfen, wenn alles paßt, wenn er jeden Wettbewerb mit einer sehr guten Leistung abschließt. Beim "Stabhochsprung" ist es dann der große Favorit, Kevin Mayer aus Frankreich, der strauchelt und enttäuscht auf der Matte liegt.

Frank Busemann, ehemaliger Zehnkämpfer und Leichtathletik-Experte bei der ARD, hat es als Erster ausgerechnet. Nach der achten Disziplin sagt er: "Niklas Kaul holt die Goldmedaille". Wie kommt er darauf, da stehen doch noch drei Wettbewerber vor ihm? Frank Busemann weiß, was die Fernseh-Zuschauer kaum glauben können. Niklas Kaul ist ein begnadeter Speerwerfer und 1500-Meter-Läufer. Auch die Kommentatoren rechnen hin und her und zweifeln - das kann doch nicht sein!

Dann geschieht es genau so, wie es der Experte Busemann vorausgesagt hat. Niklas Kaul wirft den Speer auf knapp 80 Meter, eine Weite, die noch kein Zehnkämpfer erreichte. Die Speere der Mitbewerber bleiben vor oder knapp hinter der 60-Meter-Linie stecken. Mit dieser Leistung hat sich Niklas Kaul weit nach vorne katapultiert. Jetzt muß er nur noch im 1500-Meter-Lauf seine "normale" Leistung abrufen, dann ist er Weltmeister.

Bei diesem alles entscheidenden 1500-Meter-Lauf gehen sämtliche Wettkämpfer gleichzeitig an den Start, was beim Zehnkampf die Ausnahme ist. Kauls Vater erklärt, auf der Tribüne sitzend, die Taktik: "Nach 300 Metern wird er nach vorne gehen..." Und so geschieht es. Niklas Kaul wird immer schneller und seine Konkurrenten können nicht mithalten. Im Ziel hat der neue Weltmeister im Zehnkampf einen riesigen Vorsprung.

Unglaublich - aber wahr. Niklas Kaul ist bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2019 der "König der Athleten"!

Die deutschen Sport-Fans fieberten am "Fernseher" zahlreich mit, waren und sind "aus dem Häuschen" und können heute abend im "Sport-Studio" des ZDF hören und sehen, aus welchem Holz der neue Weltmeister geschnitzt ist.

Apropos "hören und sehen". Der Emir von Katar versprach während der Leichtathletik-WM an allen Tagen ein volles Stadion. Leider kam es ganz anders, sodaß man sich gezwungen sah, Freikarten zu verteilen, damit wenigsten ein bisschen Stimmung aufkommt. Als dann gestern Abend ein Katarer den Hochsprung-Wettbewerb gewann, waren tatsächlich die Ränge gefüllt. Doch, und das ist dann wieder sehr bezeichnend, kurz darauf, bei der Ehrung der Medaillen-Gewinner, war das Stadion schon wieder gähnend leer. So brach man die Zeremonie ab und verschob sie einstweilen... soviel Ignoranz tut jedem Sport-Fan im Herzen weh!

Deshalb bin ich jetzt einmal "gehässig" und schlage vor, das nächste "Kamel-Rennen" von der arabischen Halbinsel in den Norden Grönlands zu verlegen. Dort könnte man dann mit großem finanziellen Aufwand die Piste von Schnee und Eis befreien und hoffen, daß die Innuit nichts Besseres zu tun haben, als diesem Spektakel ihre Aufmerksamkeit zu widmen. Es ist doch schließlich ein wünschenswertes Ziel, bestimmte Sportarten auch dort bekannt zu machen, wo sie bisher noch ein "Schatten-Dasein" fristeten. ;-)

5.10.19 11:50


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